Freundschaft mit Jesus 

Bericht Siessen AG-Friedensschule

Wir, 18 junge Mädchen, aus der AG-Friedensschule, St. Gertrudis, Ellwangen, genossen einen 3-tägigen Aufenthalt im Kloster Siessen. Am Donnerstag den 04. Mai ging die Reise los. Nach einer zweieinhalb-stündigen Zugfahrt kamen wir in Bad Saulgau an und legten einen kurzen Wanderweg auf den Klosterberg zurück. Nach einem leckeren Abendessen wurden wir mit einem wunderschönen Gottesdienst begrüßt. In diesen zweieinhalb Tagen lernten wir viel über die Heilige Klara und das Leben der Schwestern, aber auch der Heilige Franziskus, nach dem sich die Franziskanerinnen von Sießen nennen, wurde nicht vergessen.

Klara war eine sehr soziale und mutige Person, die ihren ganzen Reichtum und ihr altes Leben komplett aufgab, um ein einfaches Leben zu führen. Davon ließ sie sich nicht abbringen, auch nicht durch Verwandte. Sie verlor ihr Ziel, in Eintracht mit Jesus zu leben, nicht aus den Augen. Nach und nach schlossen sich ihr weitere Frauen an und eine neue Gemeinschaft entstand, die Klarissen.

Auch eine Klosterführung war mit dabei, bei der wir viele Fragen an die Franziskanerinnen stellen konnten. Eins ist auf jeden Fall klar, bei dem tollen Programm war es uns keinesfalls langweilig. In unserer Freizeit konnten wir entweder im Haus bleiben oder aber auch rausgehen in den Franziskusgarten mit dem Labyrinth und dem Sonnengesang, zum Beispiel. Manche von uns waren auch schwimmen oder joggen. Am 06. Mai ging es dann wieder nach Ellwangen. Innerlich bereichert und mit vielen neuen Eindrücken kamen wir nach dem so ganz anderen Wochenende wieder zurück in unsere Familien und in den Schulalltag, neu motiviert auch für unser ehrenamtliches Engagement in der AG-Friedensschule. Die Kinder profitieren von den guten Erfahrungen, die wir, ihre Patinnen,  in Siessen machen durften.

Janine, Lara, Angelina

 

 

Sandra erzählt von ihren Erfahrungen
In Sießen „Freundschaft mit Jesus“ spüren

Zu oft begleiten uns Zweifel und Sorgen in unserem Leben. Bei mir war dies ganz besonders zum Jahreswechsel der Fall und ich brauchte eine Atempause nach einem anstrengendem Jahr. Zudem sorgte ich mich, welche neuen Herausforderungen das neue Jahr wohl bringen würde. Ich spürte – ich muss mal raus. Ganz einfach mal Zeit haben zum Nachdenken und neue Hoffnung schöpfen. Ich war unsicher, ob ich all das in Sießen finden würde, als ich mich für das Programm über den Jahreswechsel im Jugendhaus Elisabeth entschied. Doch meine Erwartungen wurden übertroffen.

Es war so wohltuend, von den Schwestern herzlich aufgenommen zu werden und schöne Momente der Gemeinschaft mit den anderen Teilnehmerinnen zu erfahren. Hier darf jede einfach kommen, wie sie ist und wird durch und durch angenommen. Die gemeinsame Zeit war sehr wohltuend, denn es war für mich beruhigend zu sehen, dass ich mit meinen Ängsten nicht alleine bin. Es gibt so viele junge Menschen, die in ähnlichen Situationen sind, und von denen wir im Austausch so viel Wertvolles lernen können.

Durch die Gespräche und die Impulse wurde mir bewusst, dass Jesus uns nie alleine lässt und als Freund immer an unserer Seite geht. Ob im vergangenen Jahr oder im kommenden, seine Schritte begleiten uns. Die Bibeltexte, Psalmen, Lieder und Gottesdienste verstärkten diese Erfahrung. Zum Jahreswechsel wurden persönliche Rückblicke auf das vergangene Jahr anboten, durch die ich markante Erlebnisse für mich verarbeiten konnte. Auch meine Ängste in Hinblick auf Ereignisse im kommenden Jahr konnte ich in Gottes Hand legen und es half mir, positiv auf das neue Jahr zu schauen. Die Zeit in Sießen war sehr heilsam.

Mit einem großen Geschenk im Herzen durfte ich diese Tage beenden. Es ist die Stärkung im Glauben, die Zuversicht und das Vertrauen in Jesu Freundschaft. Ich habe diese in meinen Alltag mitgenommen und bin dankbar für diese Erfahrungen.

 

 

Sarah erzählt von ihren Erfahrungen

Meine Freundschaft mit Jesus
Vor einigen Jahren verbrachte ich in den Sommerferien eine Woche in der christlichen Zeltstadt „Siloah“. Zeitgleich war es „Coca Colas“ neuster Werbetrend, Namen und Beziehungsattribute auf ihre Flaschenetiketten zu drucken. Die Idee dahinter: man soll seine Cola mit einem Freund oder einer Freundin mit dem entsprechenden Namen teilen. Die Mitarbeiter der Zeltstadt formten den Slogan kurzerhand um, wodurch das Motto: „Trink ´ne Coke mit Jesus!“ – also mit einem guten Freund, entstand.

Wenn ich heute an eine Freundschaft mit Jesus denke, so ist die Vorstellung einer eisgekühlten Coca Cola mit zwei Strohhalmen also stets vor meinem inneren Auge. Natürlich steckt in dieser unvergleichlichen Beziehung so viel mehr, als nur der Gedanke an ein Erfrischungsgetränk, aber er ist dennoch nicht ganz abwegig. So führe ich persönlich meine Gespräche mit Jesus (zumindest emotional) auf einer Augenhöhe: er hört mir geduldig zu und verurteilt mich nicht wegen meiner Sünden, sondern ist wie ein wahrer Freund, ist „zeitgemäß“. Woher ich das weiß? Nun ja, das kann ich so genau gar nicht beantworten. Vielleicht lässt es sich mit der Gewissheit und dem Gefühl, dass einem zugehört wird, erklären. Immerhin gibt mir Jesus auch stets Antworten auf meine Fragen – in den Evangelien. Ich kann leider nicht behaupten, seine Worte immer zu verstehen und deuten zu können, ebenso gestaltet es sich teilweise auch schwierig, die entsprechende Stelle im Neuen Testament zu finden, aber wir können uns glücklich schätzen, einen solchen Schatz wie das Wort Gottes lesen zu dürfen.

Im Kloster Siessen habe ich, eigentlich evangelischen Glaubens, zum ersten Mal aktiv die „Bibelstelle des Tages“ gelesen, darüber nachgedacht und versucht das Gelesene in meinem Alltag umzusetzen. Meiner Meinung nach fällt es schon schwer, sich an die Verbote Jesu zu halten, aber am schwierigsten ist es für mich, seinen Aufforderungen gerecht zu werden. Doch auch hier ist er der wohl gutmütigste und nachsichtigste Freund, den man sich wünschen kann, denn er vergibt uns unsere Sünden. Zuhause habe ich mir dann eine App heruntergeladen, in der man die täglichen Lesungen, Psalmen und das Evangelium lesen kann. Auch wenn mein Klosteraufenthalt schon vor einer Weile war, ist es mir damit gelungen, an dieser Sache „dranzubleiben“.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass ich nicht aus einem christlichen Elternhaus komme und erst mit dreizehn Jahren auf meinen persönlichen Wunsch hin getauft wurde. Meiner Ansicht nach ist Gott allein daher der Einzige, der den Glauben schenken und Jesus der Einzige, der mir seine ganz besondere Freundschaft anbieten kann. Beides wird nicht von unserem Umfeld „anerzogen“, sondern ist ein Zeichen unendlicher Gnade und grenzenloser Liebe, die wir jeden Tag durch Jesus erfahren.

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