Als Kind dachte ich immer daran, in die Mission zu gehen

Ich wurde 1955 in Greut, Gemeinde Baindt im Kreis Ravensburg geboren.

In Mochenwangen ging ich in den Kindergarten und zur Schule, wo ich Kontakt zu den Schönstattschwestern hatte.
Bis 1978 war ich auch in der Schönstattjugend. In diesem Jahr fuhren wir nach Rom und einen Tag nach Assisi, wo ich spürte, dass ich wieder kommen würde. Damals machte ich mir schon Gedanken, ins Kloster zu gehen. Als Kind dachte ich immer daran, in die Mission zu gehen, da wir in der Pfarrei immer Pakete für die Mission packten. So dachte ich oft an Afrika, wo ich heute Kontakt zu einer Mitschwester habe, seit sie einmal hier war.

Von 1970-78 war ich als Lebensmittelverkäuferin tätig, aber ich spürte, dass es mich nicht befriedigte. Danach machte ich ein Praktikum auf der Liebfrauenhöhe bei Ergenzingen im hauswirtschaftlichen Bereich. 1980 kam ich über den Caritasverband ins Marienheim nach Stuttgart. Dort lernte ich die Sießener Schwestern kennen, obwohl meine Heimat ja nur ca. 35 km. von Sießen entfernt ist. Hier ließ ich mich zur Hauswirtschafterin umschulen.

1982 ging ich nach Schwäbisch Gmünd nach St. Ludwig. In dieser Zeit lernte ich auch jüngere Schwestern kennen, die dort studierten und diese beeindruckten mich.
1983 machte ich Exerzitien in Sießen, 1984 trat ich als Kandidatin ein. Ein ganzes Jahr lebte ich im Forsthaus als Kandidatin. 1985 -87 war ich im Noviziat. Nach der Erstprofess 1987 wurde ich im Garten für Obst und Beeren eingesetzt. Dies freute mich sehr, da ich gerne in der Natur arbeite und früher schon auf einem Bauernhof beim Äpfelernten half.

Im Dezember 1991 wurde ich nach St. Elisabeth in Friedrichshafen versetzt in die Küche bis Juli 1992. Es folgte die Vorbereitung auf die Ewige Profess in Sießen.
Am 2. August 1992 legte ich die Ewige Profess ab. Danach wurde ich in der Küche in Sießen eingesetzt. Von November 92 bis März 93 war ich in Ellwangen im Kinderdorf in der Küche. Von März 93 bis Januar 97 war ich in der Küche im Kinderzentrum St. Josef in Stuttgart tätig. Danach kam ich zurück nach Sießen ins Mutterhaus, wo ich im Speisesaal aushalf bis ich in die Molkerei kam, wo ich 6 ½ Jahre arbeitete bis sie geschlossen wurde.
Obwohl ich keine Ahnung hatte, wie man Käse, Quark, Joghurt und Butter herstellt arbeitete ich mich ein, so dass ich es selber herstellte. Diese Arbeit kostete viel Zeit und Kraft, so dass ich auf vieles in der Gemeinschaft verzichten musste, was mir sehr schwer fiel, da mir die Teilnahme immer ein Anliegen ist (Gebet, usw.).
Nach dieser Zeit kam ich im Jahr 2003 wieder in den Garten, was mich sehr freute. Auch arbeite ich in meinem Beruf als Hauswirtschafterin nebenher.
Besonders wichtig ist mir in unserem Leben die morgendliche Betrachtung schon vor der Messe. Daraus schöpfe ich Kraft für den ganzen Tag. Morgenstund hat Gold im Mund!
Das Gebet der alten Schwestern wird mir immer wieder zugesagt, damit ich die Kraft habe für die Arbeit. Dafür bin ich sehr dankbar.

Sr. M. Beate

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