Kloster Triefenstein: Reformationsgedenken 2017

Ein ökumenisches Ordensfest mit katholischen Ordensleuten und Mitgliedern evangelischer Kommunitäten wurde am Sonntag, 12. März bei der Christusträger-Bruderschaft im Kloster Triefenstein zu einer Plattform der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens. Mehr als 200 Gemeinschaftsmitglieder gedachten der Reformation vor 500 Jahren.

Br. Christian Hauter, Leiter der Christusträger-Bruderschaft, stellte fest, die evangelischen Kommunitäten seien „an diesem besonderen Tag überrascht und beschenkt durch die starken Zeichen von Freundschaft, die wir von unseren katholischen Geschwistern erleben“. Beide verbinde das gemeinsame Anliegen, Christus in ihrem  Leben Gestalt annehmen zu lassen und das in einer besonderen Lebensform zu tun. „Als katholische Ordensgemeinschaften und evangelischen Kommunitäten sind wir schon recht erfreulich gemeinsam unterwegs. Der heutige Tag ist für uns dabei eine große Bekräftigung.“
Mit einem gemeinsamen Versöhnungsgottesdienst in der Klosterkirche setzten sie ein Zeichen ökumenischer Gemeinschaft und ihrer gemeinsamen Berufung in eine besondere Lebensform. Die Ordensgemeinschaften und Kommunitäten erinnerten daran, dass Christen und Christinnen Krieg gegeneinander geführt hätten und weite Teile Deutschlands und Europas im Namen von evangelischen und katholischen Parteien verwüstet worden seien. Menschen seien um ihres Glaubens willen verfolgt und vertrieben, gefoltert und getötet worden. Vor diesem Hintergrund riefen Abt Hermann-Josef Kugler O.Praem., Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz und Sr. Ruth Meili CCR, Leitende Schwester der Communität Casteller Ring, dazu auf, heute mitzuhelfen, „dass unsere Gemeinschaften, Kirchen, Völker und Kulturen ‚in Vielfalt geeint‘ leben können“. Es gelte, Menschen anderer Weltanschauung und Angehörigen anderer Religionen mit Respekt zu begegnen und das offene Gespräch zu suchen. Sie forderten die Ordensgemeinschaften und Kommunitäten zu Einsatz für Mitmenschlichkeit und Frieden in der Welt auf und formulierten die Vision eines Miteinander „in und zwischen unseren Gemeinschaften, in und zwischen unseren Kirchen, in Europa und der ganzen Welt“.

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