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zum Bericht einer Mitarbeiterin aus dem Haus St. Elisabeth
Franziskusfest am 27.09.2009
Franziskus war es, der zu Beginn des Auftaktspiels ausrief: „Das ist es was ich will“. Er hatte in der Evangelienstelle gefunden, was er so lange suchte. Danach stellten die Jugendlichen Spieler viele Situationen aus ihrem Alltag vor, in denen sie wählen mussten oder gewählt wurden – oder auch nicht. Was in der Entscheidungssituation hilft wurde auch deutlich: Die Grundlage jeder Lebenswahl ist die Wahl Gottes, der uns gewählt hat.
Die Bundestagswahl am gleichen Tag gab den Anstoß für das Thema des Franziskusfestes: Ich habe gewählt. Und es waren wieder viele , die das Franziskusfest gewählt hatten für diesen Sonntag. Es sollte sie nicht reuen. Mit flotten Rhythmen heizten Band und Chor schon am Morgen ein. Das Morgenlob und der Auftakt führten auf jugendgemäße Weise zum Wesentlichen.
Anschließend wurde das Thema vertieft in verschiedensten Arbeitskreisen. Hier einige Themen:
„Ich habe ein Leben bei den Armen gewählt Bischof sein bei den Ärmsten in Brasilien“
„Die Qual der Wahl Crash-Kurs zur Entscheidung“
„Liebe ist eine Entscheidung Wie wir unsere Partnerschaft lebendig halten".
Auch kreative und spielerische Angebote kamen nicht zu kurz.
Die Freude, die den ganzen Tag auf dem Klosterberg zu spüren war mündete schließlich in den Gottesdienst, zu dem gleich drei brasilianische Bischöfe gekommen waren: Frei Johannes Bahlmann, OFM, ein Deutscher, der als „Dom Bernardo“ die Diözese Óbidos in Para leitet, Dom Leonardo Steiner, OFM, Sao Felix und Dom José Moreira da Silva, Bischof von Januaria in Minas Gerais.

Bischof Johannes Bahlmann ermunterte die jungen Leute in seiner Predigt die richtige Wahl zu treffen, nämlich Gott. Dann werden wir mit Sicherheit immer gewinnen.
Eine junge Frau, die über das Fest im Haus St. Elisabeth war, beschreibt ihre Erfahrungen so:
„Ich habe gewählt“ – Mein erstes Franziskusfest
Endlich angekommen. Das Klostergelände ist wie leergefegt, die Vorbereitungen für das Franziskusfest am nächsten Tag scheinen abgeschlossen. Liebevoll bemalte Schilder und Banner heißen mich „Herzlich Willkommen“. Und ich weiß sofort: Es war die richtige Entscheidung nach Sießen zu fahren – trotz der 500 Kilometer langen Strecke.
Es ist mein erstes Franziskusfest, ich bin gespannt, was mich erwartet.
Zum Auftakt füllt sich das Zelt, in das mehrere tausend Menschen hineinpassen. Ich staune, wie viele Jugend- und Firmlingsgruppen angereist sind und welche Entfernungen sie auf sich genommen haben. Eine lebendige und kraftvolle Atmosphäre erfüllt das Zelt, als die Gemeinschaft in die Liedtexte einstimmt. Eine Atmosphäre, die den ganzen Tag über anhält und sich später im Gottesdienst entlädt.
Beschwingt vom Auftakt schlendere ich zu den Werkstätten, um das Spiel Riesenjenga zu beaufsichtigen. Bei diesem Spiel sind jeweils drei Holzklötze übereinandergestapelt. Es geht darum, die lockeren Klötze zu finden und den Turm zu erhöhen. Der vierjährige Martin legt los, bald ist der Klötzchenturm größer als er. Doch furchtlos baut Martin weiter, obwohl der Turm einstürzen und ihm die Steine auf den Kopf fallen könnten.
Am Abend sind die Spiele bereits wieder abgebaut, die Requisiten verstaut. Die Organisation der Schwestern ist faszinierend. Nach einer Aufräumaktion am nächsten Tag sind die Räume wieder alltagstauglich – fast so als wäre nichts gewesen.
Innerlich aufgeräumt mache ich mich auf den Heimweg und habe getreu dem Motto „Ich habe gewählt“ noch eine Entscheidung getroffen: Ich werde im nächsten Jahr wiederkommen.
rr


