Sternwallfahrt der Sießener Schulen am 23.07.2010
Es ist gar nicht leicht, so einen Tag wie die Sternwallfahrt der Schulen in Worte zu fassen. Versuchen wir es mal mit den Zahlen: 4200 Schülerinnen und Schüler und eine große Zahl von Lehrern waren da von sechs Schulstandorten (Stuttgart, Rottenburg, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Bad Mergentheim und Friedrichshafen).
Das Zelt war das größte, das je auf unserem Sportplatz stand.
770 Bänke waren aufgestellt und reichten nur knapp
Alle hatten sich – zum Teil schon über einen langen Zeitraum – auf diesen Tag vorbereitet. Der intensivste Teil der Vorbereitung war die vorausgehende Woche, in der es für jeden Tag einen Impuls gab.
Die Schüler/innen kamen zu Fuß, mit dem Fahrrad, manche waren teilweise mit Kanu oder Pferdewagen unterwegs. Die meisten kamen mit ca. 80 Bussen in einen Ort in der Nähe von Sießen angefahren. Von dort aus ging die Sternwallfahrt nach Sießen.
Das Sießener Gnadenkreuz war das eigentliche Ziel der Wallfahrt. So zogen die Schülerinnen nach der Ankunft in Sießen in die Kapelle. Vor dem Kreuz war eine „Klagemauer“ aufgebaut aus Ziegelsteinen, in die sie die Zettel mit den Anliegen stecken
konnten. Trotzdem ein längerer Aufenthalt in der Kapelle wegen der nachströmenden Menge gar nicht möglich war, staunten die, die dabei waren über die Intensität der Gebetsatmosphäre in der Kapelle.
Danach gab es ein Vorprogramm, das teilweise von den Schulen organisiert war. Daneben habe es noch Angebote in Hummelsaal, Franziskusgarten, Jugendhaus und Kloster auf Zeit. Aber viele nutzen auch die schöne Atmosphäre um sich irgendwo auf dem Klostergelände in einer Gruppe niederzulassen und auszuruhen und zu vespern.
Damit alle wissen, mit wem sie es zu tun haben trugen die verschiedenen Schulen verschiedene Farben: St. Elisabeth, Friedrichshafen war am „grün“ zu erkennen, St. Agnes, Stuttgart war ganz in rot. Die weißen Engel kamen aus Rottenburg, St. Klara, während sich St. Bernhard, Bad Mergentheim für schwarz entschieden hatte. Überall präsent war auch das lila von St. Gertrudis. Gelb leuchteten die Schülerinnen und Schüler der Franziskusgymnasiums in Schwäbisch Gmünd.
Als kurz nach ein Uhr der Regen einsetzte bewegte sich die ganze Menge Richtung Zelt.
Dort heizte die Lehrer- und Schülerband von St. Gertrudis so richtig ein.
Danach stellten sich die Schwestern und die einzelnen Schulen sehr kreativ vor. 
Der Tag wurde abgerundet durch einen Wortgottesdienst mit Superior Weber. Sicher jeder war berührt, als das große rote Seil vom Kreuz durch das gesamte Zelt ging und alle Menschen im Zelt sich an den Händen fassten und so alle miteinander und mit dem Herrn verbunden waren. Dann wurden Brotfladen ausgeteilt und miteinander geteilt.
Niemand hatte für diesen Tag um Regen gebetet, aber erstaunt stellten wir fest, dass der Regen in diesem Fall ein Segen war. Zum einen kühlte er deutlich am. Wenn es wieder 35 Grad gehabt hätte, wäre es im Zelt sicher unerträglich heiß geworden. Außerdem war es überhaupt nicht attraktiv, aus dem Zelt zu verschwinden. Die Alternative hieß dableiben oder im strömenden Regen herumstehen.
Auch der dritte Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres war vor allem eines: Ein frohes Fest der Begegnung. Danke allen, die sich daran beteiligt haben und es vorbereitet haben.


