
Ausstellung im Foyer des Neuen Schlosses Stuttgart
Vom 25.9.2009 - 6.11.2009
Im Foyer des Neuen Schlosses im Kultusministerium präsentiert S. M. Pietra Löbl OSF Wasserzeichnungen und lässt in einer lnstallation eine Wasserzeichung entstehen. Bei den Wasserzeichnungen lässt die Künstlerin aus einer Glasflasche Wasser auf in Metallrahmen eingespannte Büttenpapiere tropfen. Die Künstlerin entnimmt Wasser aus bewusst ausgewählten Gewässer aus ihrer Heimat und Region. Kaum hörbar, nahezu unsichtbar, formt sich über Wochen und Monate eine Zeich-
nung, die ohne Anstrengung, ohne ich-Bezug entsteht. Sie führt so den Betrachter Ausschnitte eines größeren Ganzen vor Augen und konkretisiert über diese ,,Schöpfung"
Das Wirken einer höheren Kraft.
Das Licht lässt die getrockneten Spuren des Wasser auf dem Papier durch das zarte Hell-Dunkel-Schattierung in Erscheinung treten, wie bei den Prägedrucken von Günther Uecker. Sie lässt das Wasser selbst zeichnen - in konsequenter Weiterentwicklung des damals eingeschlagenen Wegs - zurück zum Elementaren.
Die Kunst von Sr. M. Pietra Löbl ist, im Gegensatz zu sonstigen narrativen Werken von 'Klosterfrauen', sehr spröde, zurückgenommen und doch im wesentlichen Gehalt in ihren Kunstwerken der Franziskanischen ldee des 0rdensgründers verpflichtet. Konzentration, Einfachheit und Langsamkeit sind Maxime ihres künstlerischen Arbeitens. Die Beschäftigung mit Zeit und Stille als Hauptthema ihres Schaffens ist durch die aussagekräftigen Arbeiten unmittelbar erfahrbar.


