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Begegnungstage in Schulen und Pfarreien

Gemeindemission

in der Franziskanerpfarre St. Anna

Reutte, Tirol

 

 

Telegramm der Woche

 

Donnerstag, 05.06.03


Ankunft des Missionsteams bei Blitz und Donner.
Photos nicht möglich.
Erste Lagebesprechung.
Aufnahme in den Gastfamilien - umwerfende Gastfreundschaft!

 

Freitag, 06.06.03
 

Und los geht's zu den ersten Einsätzen:


Besuch im Seniorenzentrum "Zum Guten Hirten". Lieder zum Mitsingen, eine Geschichte von Franziskus und viel Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch.

 

Viel Freude bei dem Besuch in der Grundschule. Wie man sehen kann, lassen sich die Kinder anstecken und sind voll dabei.

 

Samstag, 07.06.03

 

Die Tage waren ausgefüllt mit Vorbereitungen und Absprachen für die kommende Woche. Und dem gegenseitigen Kennenlernen: Brüder und Schwestern aus verschiedenen Gemeinschaften (Franziskanerinnen von Dillingen und von Sießen; Franziskaner aus den Provinzen Tirol und der Schweiz; ein Benediktiner, franziskanisch orientierte Laien) bilden das Team.

 

Einfach spitze, lasst uns hüpfen! Die Kinder proben für den Kindernachmittag die Bewegungen zu den Liedern.
 

Auch die Missionarinnen und Missionare müssen proben ...

 

Die Musikkapelle eröffnet die 1. Veranstaltung: die Begrüßung der Missionare und die Segnung des Missionskreuzes.
 

Nach der Vorstellrunde der Tanz zum Mottolied der Mission: "Heiliger Geist, komm über uns ... Ich will Feuer und Flamme für dich sein ..."


Pfingstsonntag, 08.06.03

 

Eine gemeinsame Bänd aus MusikerInnen von Reutte und MissionarInnen fand sich schnell zusammen zu einem guten Sound im Eröffnungsgottesdienst am Pfingstsonntag.


Nach dem festlichen Gottesdienst war im Klostergarten Gelegenheit für Spiel, Gespräch und Kennenlernen.

 

Am Nachmittag machten wir Besuche im Pflegeheim und im Krankenhaus. Mit dabei: die benediktinische Kostermaus auf der Kinderstation.

 

Nachdem nun der Anfang gemacht ist, freuen wir uns auf die kommende Woche und die vielen Begegnungen, die uns erwarten. Mögen sie gesegnet sein! 

 
Pfingstmontag, 09.06.03

 

Das besondere Ereignis - neben dem Gottesdienst in der Pfarre St. Anna: der Gottesdienst mit Krankensalbung im Krankenhaus.

 

Der Pfingstmontag stand unter dem Thema der Jesajastelle 43  "Ich bin bei Dir.......; denn ich habe dich in mein Herz geschrieben." Ein Blick in den Spiegel soll uns das nahe bringen.
 

Während wir in der Kirche feiern, bereitet das tüchtige Küchenteam Margit, Martha und Bruder Franziskus alles vor, um 40 hungrige Schnäbel zu stopfen. Das Essen ist ausgezeichnet und wir danken diesem erfolgreichen Team ganz ganz herzlich.

 

Am Pfingstnachmittag wunderten sich die Biker und Wanderer in der Stuibenschlucht über die bunte Schar von Ordensleuten. Bei herrlichem Sonnenschein durften wir ein herrliches Stück der Reuttener Umgebung kennenlernen. Ein Teil der Gruppe rastet nach dem Gruß an die Gottesmutter beim Frauenbrünnele.

 

Nach der Anbetungsstunde am Abend stehen die ersten Hauskreise auf dem Programm.

 

Dienstag der Pfingstwoche, 10.06.03

 

Der Vormittag stand zum einen unter dem Zeichen des Kindernachmittags - es gab vieles vorzubereiten - und der ersten Hausbesuche.

Der Nachmittag war "Kinderzeit"

 

Mit Musik geht alles besser. Die Lieder bringen in Schwung.

 

Kinder aus der zweiten Klasse haben für die anderen ein Spiel vorbereitet: Franziskus und der kranke Renzo. Echt toll haben sie gespielt. Und das wichtigste gut rübergebracht: Auf dich und mich kommt es an! Gott braucht dich und mich!

 

Ein immerwährender Renner, der allen Spass macht: das Tauschnitzen.

Der Abschluss war in der Kirche mit Lobliedern und Gebet.
Insgesamt war es ein schöner, sonniger und heißer Tag. Ein herzlicher Dank an die Mütter, die viieeeel Kuchen gebacken haben, um die Hungrigen zu speisen.

 

Mittwoch der Pfingstwoche, 11.06.03

 

Nach dem Morgenlob stand der Vormittag unter dem Zeichen von Besuchen in den Kindergärten, Schulen, und bei Leuten, die einen Besuch erbeten hatten.

 

Beeindruckend war die Kindersegnung als Abschluss des kleinen Programms in den beiden Kindergärten.

 

Am Nachmittag waren die Senioren, das heißt die "reifere Jugend ab sechzig"zu einem gemütlichen Nachmittag geladen.
 

Nach einem Marionettenspiel um den heiligen Franziskus gab's Kaffee und Kuchen im Paulusheim, das aus allen Nähten platzte.

 

Dem Pater Wolfgang Heiß, dem Initiator dieser Pfingstwoche, der von 1961 bis 1965 als schlanker und fescher Neupriester Kooperator in Reutte war, fliegen auch heute noch alle Herzen zu, besonders wenn er Witze erzählt.

 

Nach dem Abendgottesdienst unter dem Thema "Gottes Liebe stellt dich in die Mitte", gestaltet von den Lechstimmen und dem Missionarschor gehörte der Abend den Frauen, die sich erfreulich zahlreich im Paulusheim einfanden.

 

"Frauen begegnen Jesus - Jesus begegnet Frauen". Dieses Thema wurde in einem Schattenspiel dargestellt, das sehr betroffen gemacht hat. In Kleingruppen, in Stille, im persönichen Gespräch konnte das Geschaute und Gehörte vertieft werden.

 

Donnerstag der Pfingstwoche, 12.06.03

 

Vormittag: Schulbesuche - massenweise; Hausbesuche angemeldet oder über den Gartenzaun: das war spannend und schenkte reiche Erfahrungen in der Begegnung.
 

Nachmittag:  "Rollstuhlralley" vom Seniorenzentrum zur Pfarrkirche St. Anna: Hier feierten wir miteinander Gottesdienst. Viele empfingen das Sakrament der Krankensalbung. Der Heimweg war spannend: zwischen zwei Regengüssen kamen die Rollstuhlfahrer trocken nach Hause.
 

Abend: Der Abend stand unter dem Motto "Sehnsucht nach geglücktem Leben". Für uns überraschend kamen viele zu diesem Angebot. Ein Impulsreferat führte uns ein, drei persönliche Zeugnisse zum Leben mit Gott, der Suche nach Leben, berührten tief.

 

Freitag der Pfingstwoche, 13.06.03

 

Der Freitag stand unter dem Stichwort "Jugend". Dazu gab es zwei Veranstaltungen: "Time for You(th)" und "Nightwatch". Daneben natürlich das fast schon Übliche: Hausbesuche und die letzten Schulbesuche.

 

Am Nachmittag waren die 13 - 16 jährigen eingeladen zur Time for You(th): Zeit für dich - Zeit für Jugend - Zeit für Dich (Gott). Einige der Mädchen machen beim Geist-Rap mit. Und einige der Jungen wagen es, den Backgroundsound zu machen.

 

Durchblicken - den Durchblick behalten: der Lobpreis in der Kirche schenkt Durchblick auf die Gegenwart Gottes in unserer Mitte, in uns.
"Vergiss es nie, du bist ein Tempel Gottes ..." - dieses Lied geht mit in den Alltag.
Frage der Teenies: Können wir am Abend auch kommen? 

 

Der Abend für die jungen Erwachsenen war klein, aber oho. Neben Talkshows gab es die "Ansprech-Bar", wo man sich zu einem Gespräch zusammenfinden konnte.

 

Um Mitternacht traf man sich am Kohlenfeuer vor der Kirche. Das Taizé-Gebet im Anschluss rundete den Abend ab.

 

Samstag der Pfingstwoche, 14.06.03

 

Nach der für manche von uns langen Nacht, waren heute die Männer die ersten, für die wir das Programm gemacht haben: "Männerfrühschoppen" - "Im Gespräch mit Gott und der Welt". Laut Augenzeugenberichten waren es angeregte Gespräche zu dem Impuls von P. Wolfgang. 

 

Dreifaltigkeitssonntag, 15.06.03

 

Heute nun schließen wir die Gemeindemission in Reutte mit einem Gottesdienst im Freien ab. Der Männergesangverein feiert sein 110 jähriges Bestehen. So gestaltet sich auch dieser Gottesdienst aus einer bunten Mischung: Gesangverein, Bürgermusikkapelle, Lieder der Woche: Alles mündet im Lob Gottes. IHM gehört der Dank für alles, was in dieser Woche geschehen ist.

 

 

NACHLESE

 

"Unter dem Wort "Lasst euch vom Geist entflammen" stand die Pfingstwoche in der Pfarre St. Anna in Reutte. 34 Schwestern und Brüder aus franziskanischen Gemeinschaften, Laien und ein Bendediktiner begleiteten uns mit zahlreichen Gottesdiensten und Angeboten.
Es war gleichsam ein religiöser Höhenweg mit weiten Ausblicken, tiefen Einsichten und heiteren Stunden. Die geschwisterliche Gemeinschaft des Missionsteam, die Gastfreundschaft der Reuttener Familien und die gemeinsamen Feiern in und um die Kirche haben "außerordentlich gut getan".
Möge diese Pfingstwoche weiterwirken in unserer Pfarrgemeinde und darüber hinaus in der Erfahrung, dass Glaube befreit, belebt und versöhnt.

Br. Werner Gregorschitz ofm