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Begegnungstage in Schulen und Pfarreien

Begegnungstage

in St. Agnes, Stuttgart

 

 

„Wie können wir unser 150jähriges Jubiläum feiern?“ –
„Mit Begegnungsfesten …“ - war eine Antwort.
Und wie wäre es in unseren Schulen …?“

 

Durch solche Überlegungen kam der Stein ins Rollen, der zu den Begegnungstagen in St. Agnes führte. Die Zeit bis zum 10. März 04 war dann recht spannend!

 

Die erste Aufgabe war, die Schwestern im Konvent für die Idee zu begeistern, während der Schulzeit drei Tage für und mit den Schülerinnen zu gestalten. Wir wollten ja mit einem Team von etwa 20 Leuten kommen: mit jungen Leuten, Franziskanern und Schwestern unserer Gemeinschaft. Die Gestaltung der Tage war so vorgesehen, dass es morgens Klassenbesuche geben sollte und nachmittags auf freiwilliger Basis ein Programm für die jeweilige Alterstufe. Mich persönlich hat bei diesem Suchweg unser Miteinander begeistert. So ein Projekt für eine so große Schule kann erst mal erschrecken: schaffen wir das, wie soll das gehen, lässt sich jemand ansprechen, was sagen die LehrerInnen, die SchülerInnen dazu …? Oft habe ich gehört und auch selber gesagt: „Wir schaffen das schon.“ Und wir haben wirklich etwas geschafft!

 

Im Gehen des Weges hat sich vieles aufgetan. Ohne das Gespräch mit den Schülerinnen der SMV hätte es keinen Abschlussgottesdienst gegeben, ohne die Begegnungen mit LehrerInnen keinen Eltern- und LehrerInnenabend, ohne die Offenheit der Schülerinnen keine so intensiven Klassenbesuche, ohne den Konventsabend kein so ausgewogenes Programm für den Elternabend, ohne die Neugierde eines Weihbischofs keine Begegnung mit ihm in manchen Klassen, ohne P. Heinz kein Schwarzlichtheater, ohne, ohne, ohne … die Liste ließe sich noch weiterführen.

 

Die Tage selber waren mitten im Schulalltag eine Unterbrechung, die zum Nachdenken über das Leben und den Glauben anregt hat. Denn „gibt es irgendwas, das länger hält, und was ist es, das wirklich zählt?“ war die Frage, die das Team in die höheren Klassen mitbrachte. „Gib dem Frieden Dein Gesicht“ war am Nachmittag der rote Faden, der sich durch das Programm zog, das mit einem Anspiel, mit Workshops und einem gemeinsamen Abschluss in der Kapelle gestaltet war. In die unteren Klassen kam Bruder Leo (einer Marionette) und brachte den Frieden in einem Koffer mit. Jede Schülerin konnte so den Frieden anschauen! Wie der ausgesehen hat? Das können die Schülerinnen ja erzählen!

 

Vielleicht ist inzwischen vieles von dem verflogen, was wir in den Tagen miteinander erlebt haben. Mir bleibt die Erfahrung, das sich im Miteinander, in der Offenheit für die Ideen der Anderen Vieles entwickeln kann und das wir einander brauchen, um die eigenen Gaben entfalten zu können. Es hat Freude gemacht, in St. Agnes Begegnungstage durchzuführen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die zum ihrem Gelingen beigetragen haben.

 

Bis heute beeindruckt mich das Zeugnis einer Schülerin aus der 5. Klasse.
Beim Abschlussgottesdienst in St. Eberhard hat P. Heinz die Anwesenden gefragt, was war denn das Wichtigste, das Schönste in diesen Begegnungstagen?

Das Mädchen antwortete: Ich habe den Frieden gesehen.

Sr. Marietta Jenicek