Vortrag am 7. April: Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter

Am Freitag, 7. April 2017, 19:30 Uhr findet im Mehrzweckraum im Torhaus des Kloster Siessen ein Vortrag zum Thema Goldblattkreuze statt. Es ergeht herzliche Einladung.

Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter. Referentin: Martina Terp-Schunter M.A.

Das Goldblattkreuz innerhalb des Pektorales von Bischof Dr. Gebhard Fürst gehört zu einer der schönsten und interessantesten Objektgattungen des frühmittelalterlichen Beigabenspektrums. Die neue Untersuchung der über 400 Exemplare nördlich wie südlich der Alpen erlaubt tiefgreifende Rückschlüsse auf deren rituelle Funktion während des frühmittelalterlichen Bestattungsablaufs. In der Phase eines noch nicht institutionalisierten Christentums in der Phase vom 6. bis 8. Jh. wurde mit Hilfe der Goldblattkreuze die gesamte Trauergemeinschaft unter das Zeichen des christlichen Glaubens gestellt. Aber warum wurden sie nur von den Alamannen, Bajuwaren und Langobarden genutzt – nicht aber von den Franken?

Martina Terp-Schunter M.A. hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit dem Arbeit „In signo crucis. Eine vergleichende Studie zu den alamannischen und langobardischen Goldblattkreuzen“ promoviert.

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