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Ein Meisterwerk: die Walcker-Orgel in der Barockkirche wird generalüberholt
Zu den herausragenden Orgeldenkmälern des 19. Jahrhunderts zählt im oberschwäbischen Raum die nahezu original erhaltene Walckerorgel von 1882 aus der berühmten Werkstatt Eberhard Ludwig Walcker in Ludwigsburg. Ein Meisterwerk wird in diesen Tagen durch die regionale Orgelbaufirma Wiedenmann aus Oberessendorf generalüberholt. Die Sießener Orgel ist kein gewöhnliches Instrument. Mit ihren 2 Manualen und 19 Registern (II/19) gilt sie als eines der am besten und reinsten erhaltenen Zeugnisse des romantischen Orgelbaus in der Region. Im Inneren verbirgt sich eine faszinierende Klangwelt des späten 19. Jahrhunderts. Statt scharfer, barocker Klänge bringt diese Orgel weiche, orchestrale Farben in die Klosterkirche. Das Team von Orgelbau Wiedenmann übernimmt in Präzisionsarbeit den Ausbau, die Reinigung und Intonation hunderter Pfeifen, die notwendigen Erneuerungen von Verschleißteilen samt anschließendem Einbau und Nachintonation der gesamten Orgel. Die Arbeiten werden mehrere Wochen dauern bis das Instrument im typischen „Walcker-Klang“ wieder ertönt.





Fotos: eins bis vier Sr. Antonie Wellmann




