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„Dem Herrn will ich singen und spielen“ aus Ps 27,6

Ich wusste schon als Vierjährige, was ich wollte.

Das Haus aus dem die Töne kamen, hatte mich fasziniert, und ich wollte diesen Tönen und Klängen auf die Spur kommen. Meine Eltern haben mich dann in der Jugendmusikschule angemeldet. Da war ich in meinem Element: Metallophon, Singen, Sprechen, Rhythmus, Blockflöte und später Klavier.
In der vierten Klasse wurde der Kinderchor in unserer Pfarrgemeinde gegründet. Dort bin ich hin und war begeistert mit dabei.
Wenn wir auf der Empore unserer Pfarrkirche sangen, zog mich der Klang der Orgel in ihren Bann: Töne von dunkel bis ganz hell, von leise bis laut dröhnend, schnarrend, säuselnd, …

Mit dreizehn Jahren waren wir als Familie bei Benediktinerinnen im Urlaub.
Der Besuch einer Vesper war für mich wie ein Stück offener Himmel und ist ganz tief in meinem Herzen angekommen. Die Erfahrung von Ordnung, Einheit und Gleichklang faszinierten mich darin besonders.
Zu Beginn der 10. Klasse begann ich Orgel zu spielen. In meinem Inneren ahnte ich mit der Zeit, wenn ich Gottesdienst spielte, die Musik auf der Empore hat etwas zu tun mit dem Geschehen in der Kirche, in der Liturgie.

Damals begann ich auch wahrzunehmen. Es gibt jemanden, für den ich musiziere.
Beruflich gingen meine Wege nach der Schulzeit zuerst in eine andere Richtung …
Doch dieser Jemand, den ich in der Kirchenmusik und Liturgie kennengelernt hatte, liebte mich dermaßen und warb so um mich, dass ich ihm ausschließlich Antwort mit meinem Leben geben konnte.

Mein Berufungswort in die Kandidatur unserer Gemeinschaft war Psalm 27.
Der Herr ist mein Licht und  mein Heil  …. „Dir will ich singen und spielen“  Ps 27,6

Nach der Profess war ich in meinem Beruf tätig, den ich studiert hatte. Ich kam mir in diesem Arbeitsfeld ganz fremd vor.
Zurück im Mutterhaus und an der Orgel begann meine Seele den Weg zu finden. War es doch die Musik?
Mit 31 Jahren bestand ich die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg. Sechs Monate vor meiner Ewigen Profess konnte ich in einer Kirchengemeinde
als Diplomkirchenmusikerin beginnen zu arbeiten. Mit Menschen vom Glauben zu singen, vom Kindergarten bis zu den Großeltern das war „mein Ding“ …
Seit März 2012 ist „mein Ding“ mit meinen Mitschwestern, von Gott, vom Glauben zu singen und zu spielen und ihn somit zu verkünden, zu singen bis er kommt – und auch andere mit zu nehmen, auf den Weg Gott zu loben.

Sr. M. An“Ton“ie

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