Überspringen zu Hauptinhalt

Das Projekt können Privatpersonen und Unternehmen durch Sachspenden wie zum Beispiel Kleidung, medizinisches Zubehör und Produkte oder durch Geldspenden unterstützen. Zudem ist eine Freiwilligenarbeit vor Ort möglich. Falls Sie das Projekt finanziell unterstützen wollen, überweisen Sie auf das Konto der Missionsprokur und geben den Verwendungszweck „Krankenhausschiff Amazonas“ sowie Ihre vollständige Adresse an für die Ausstellung der Spendenbescheinigung.

Weiterführende Links zum Krankenhausschiff:

https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-07/brasilien-schiff-krankenhaus-amazonien-einwohner.html#play

https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-08/amazonas-obidos-bischof-bahlmann-johannes-krankenhausschiff.html#play

Ein Kurzfilm (knapp 5 Min) über den Bereich „Gesundheit“ der Diözese Óbidos, in dem auch das Schiff besprochen wird:

Projekt Krankenhausschiff auf dem Amazonas

Das Projekt „Barco/Navio Hospital Papa Francisco“

Angestoßen wurde das Projekt bereits 2013 durch den Besuch des Papstes eines Krankenhauses der brasilianischen Gemeinschaft der Franciscanos na Providência de Deus (Franziskaner der Göttlichen Vorsehung) in Rio de Janeiro. Die vor rund 30 Jahren gegründete Gemeinschaft hat sich die Sorge um Kranke, Alte und Pflegebedürftige zu ihrem Wirkungsschwerpunkt gemacht. Im Rahmen seines Besuches bat Papst Franziskus dann die Franziskaner, sich der Menschen am Amazonas anzunehmen. Dieser Bitte nachkommend betreibt die Gemeinschaft mittlerweile bereits zwei Krankenhäuser am Amazonas in Óbidos und in Jurutí im Bundesstaat Pará. Doch die Franziskaner erkannten schnell, dass für die Bevölkerung des Flusseinzugsgebiets eine besondere Versorgung benötigt wird, die flexibel die Menschen vor Ort erreicht. Und wie könnte das auf dem Amazonas besser gelingen als durch ein Krankenhausschiff?

Warum braucht es ein Krankenhausschiff im Amazonasgebiet?
Der Amazonas ist der größte Fluss der Welt und sein Flusseinzugsgebiet erstreckt sich über mehr als 7 Millionen km2. Allein im geplanten Einsatzgebiet des Schiffs leben circa 700.000 Menschen in rund 1000 Gemeinden. Für diese ist das Erreichen der beiden im Bundesstaat gelegenen Krankenhäuser durch wiederkehrende Überschwemmungen der Straßen und den damit schwierigen und teuren Transport zu den Krankenhäusern fast unmöglich. Ein Krankenhausschiff stellt somit die einzige Möglichkeit dar, die gesundheitliche Versorgung der Menschen rund um den Amazonas dauerhaft zu gewährleisten

Ziel und Aufgabe des Projekts
Ziel des Projekts ist die gesundheitliche Versorgung der am Amazonas gelegenen Gemeinden. Das umfasst sowohl die Grundversorgung und entsprechenden Untersuchungen, als auch die Prävention und Frühdiagnostik von Krebserkrankungen. Hinzu kommt das Screening besonders signifikanter Erkrankungen im Amazonasgebiet für die Forschung, in Kooperation mit Universitäten und Krankenhäusern.

Das Krankenhausschiff ­­ – „Barco/Navio Hospital Papa Francisco“
Das Krankenhausschiff hat eine Länge von 32 Metern und wird Behandlungs- und Untersuchungszimmer für verschiedene Fachrichtungen (z.B. Zahn- und Augenheilkunde), einen kleinen OP-Raum, ein Labor, sowie Räume für Medikamentenausgabe beherbergen. So kann ein breites Spektrum an Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall, Mammographie und Belastungs-EKG angeboten werden. Das Ärzte- und Pflegepersonal wird zu einem Teil aus franziskanischen Ordensleuten bestehen. Neben der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung soll auch die Prävention von Krebs und dessen Früherkennung im Fokus stehen. In Partnerschaften mit den zwei Universitätskrankenhäusern, die ebenfalls von der Gemeinschaft der Franziskaner der Göttlichen Vorsehung geführt werden, sollen auch kleine Ärzteteams speziell für diese Aufgabe mit an Bord gehen.

Die Grundfinanzierung des Schiffs stammt aus einer Strafzahlung, die von verschiedenen Firmen aufgrund von schwerwiegender Umweltverschmutzung und deren Folgen geleistet und dem Projekt durch die lokalen Behörden zur Verfügung gestellt wurde.

Aktuell (17.6.19) ist das Schiff noch in Belém, wird in den nächsten Tagen auf dem Amazonas fahren und soll dann Anfang Juli 2019 seinen Betrieb aufnehmen und dann in einem zweiwöchentlichen Rhythmus die verschiedenen Gemeinden anfahren.

Von Siessen auf dem Amazonas
Der Bischof von Óbidos, Dom Bernardo Johannes Bahlmann, ist Franziskaner und den Mitschwestern der brasilianischen Provinz der Franziskanerinnen von Siessen schon lange verbunden. Daher lag es nahe, auch in der deutschen Provinz der Franziskanerinnen von Siessen um Unterstützung für dieses besondere Projekt zu bitten. Die Gemeinschaft kam dieser Bitte gerne nach und organisierte ein erstes Treffen mit Sr. Ruth Rottbeck, Franziskanerin von Siessen und Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie, während des Katholikentages in Münster. Es folgte ein erster Besuch vor Ort im Oktober 2018.

Anfang Februar 2019 hat sich Sr. Ruth auf den Weg nach Brasilien gemacht und wird, sobald das Krankenhausschiff seinen Betrieb aufnimmt, mit an Bord und bei den Menschen am Amazonas sein.

#
An den Anfang scrollen
X