Aufzeichnungen aus der Klosterchronik

Zum 2. März 1854

Im Februar 1854 kam der Erlaß vom Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg an Pfarrer und Schulinspektor Kuonz in Dieterskirch, worin es hieß, daß das Bischöfliche Ordinariat in Augsburg gestattet habe, daß die Conventualinnen M. Seraphina Model, M. Clementia Mühleisen, sowie M. Agatha Weiß aus dem Kloster Dillingen in Bayern, das leerstehende Kloster Oggelsbeuren bei Ehingen beziehen könnten, um dort ein neues Kloster mt Mädcheninstitut zu errichten.

Die Ankommenden wurden von Pfarrer Kuonz, und vielen Bürgern der Gemeinde Oggelsbeuren und den umliegenden Orten herzlich willkommen geheißen. Mit 20 mit Blumen gezierten Schlitten, es gab noch eine gute Schlittenbahn, wurden sie nach Oggelsbeuren geleitet.

Dort wurden sie bereits von Hochwürdigen Beichtvater H. Mayer erwartet, der den Ankommenden mit der ganzen Schuljugend des Ortes, 200 Bundesjugendfrauen in ihrer Vereinstracht, mit den Geistlichen und vielen Bürgern des Ortes unter Glockengeläut entgegengegangen waren. Am Eingang des Ortes stand ein Triumphbogen mit der Aufschrift: „Seid uns willkommen“ Hochw. Herr Mayer begrüßte sie mit einer herzlichen kurzen Ansprache. Hierauf begab man sich in einem feierlichen Zug in die Pfarrkirche, worauf die Ankommenden nochmals herzlich willkommen geheißen wurden, und der Segen erteilt wurde. Nach dem Empfang in der Kirche geleitete man die Schwestern in ihr neues Kloster.

Es stand nun nicht mehr lange an, da meldeten sich viele Zöglinge in das neue Institut, so daß schon bald das kleine bezogene Klösterlein durch einen Anbau erweitert werden mußte.

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Zum Superior der neuen Gemeinschaft wurde der Pfarrer und Schulinspektor Kuonz aus Dieterskirch ernannt.

Am 2. März kamen die drei Ordensschwestern, in Begleitung der Wohlehrwürdigen Frau Oberin Theresia Haselmayr zu Dillingen, des Hochwürdigen H. Professors und Beichtvaters J. Wagner mit der Eisenbahn in Schemmerberg an.

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