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G E R U F E N  Z U R  L I E B E – EVANGELIUM KONKRET

„Als gottgeweihte Frauen sind wir von einem Gott gerufen, dessen Wesen Liebe ist. So ist jede von uns gerufen, Gott zu lieben mit einer lebenslangen Leidenschaft. Und wir sind gerufen, Liebe zu leben. All unser Tun  – unser Leben in Gemeinschaft, im Dienst, in der Leitung, in der Geschwisterlichkeit – entspringt dieser Berufung.“ (Sr. Mary Gurley osf)

Das macht unser Leben als Franziskanerinnen einzigartig!

Auch wenn wir unser Leben lang dieser Berufung hinterherlaufen, so lebt doch tief in jeder von uns eine Sehnsucht, sich ganz dieser Liebe Gottes hingeben zu können.
Darum haben wir dieses Leben gewählt, weil wir in uns selbst die leidenschaftliche, personale Liebe Gottes erkannt haben.
Darin gründet auch die Antwort, die wir durch unser Gelübde der Armut, des Gehorsams und der ehelosen Keuschheit geben – konkret gebunden an unsere Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Sießen.
Kraft für dieses Leben finden wir im Wort Gottes, im Gebet und in der schwesterlichen Gemeinschaft.

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Evangelium konkret – „Das ist es, was ich suche.“

Für den Hl. Franziskus war es das Evangelium, das er gefunden hat. In seinem Suchen, wie er Jesus nachfolgen solle, hat er sich immer wieder im Evangelium Rat geholt. Ein Biograph schreibt später über ihn: „Er war kein tauber Hörer des Wortes.“

Seine „Finde-Geschichte“ möchten wir selbst sprechen lassen: „Eines Tages aber wurde in eben dieser Kirche (Portiunkula) das Evangelium, wie der Herr seine Jünger zum Predigen aussandte, verlesen, und der Heilige Gottes war zugegen. Wie er die Worte des Evangeliums vernommen hatte, bat er gleich nach der Messfeier inständig den Priester, ihm das Evangelium auszulegen. – Dieser erklärte ihm alles der Reihe nach. Als der heilige Franziskus hörte, dass die Jünger Christi nicht Gold  oder Silber noch Geld besitzen, weder Beutel noch Reisetasche, noch Brot, noch einen Stab auf den Weg mitnehmen, weder Schuhe noch zwei Rocke tragen dürfen, sondern nur das Reich Gottes und Buße predigen sollen, frohlockte er sogleich im Geiste Gottes und sprach:

„Das ist’s, was ich will, das ist’s, was ich suche, das verlange ich aus innerstem Herzen zu tun.“

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