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Die Rosenkranzsammlung des Klosters Sießen

Der Rosenkranz ist eine Gebetsschnur, wie sie in vielen Religionen vorkommt. Im Rhythmus der Gebetsworte, welche die Glaubensgeheimnisse betrachten, lassen die Betenden die Perlen des Rosenkranzes durch die Finger gleiten und gelangen mit dieser sich wiederholenden Handlung zu einer meditativen Einkehr mit Gott. Diese im klösterlichen Kontext entwickelte, heute noch gebräuchliche Form der privaten Andacht hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert.

Die Sießener Rosenkranz-Sammlung und das Kloster Sießen haben eine gemeinsame Geschichte. Die Sammlung gehört nicht nur in historischer Hinsicht zum Kloster, die Objekte sind auch Bestandteil der Gebetskultur der Gemeinschaften, die in Sießen lebten und leben. Sie ist über Jahrzehnte gewachsen und umfasst derzeit mehr als 1600 Objekte. Die Sammlung zeichnet sich durch ihre Größe, das hohe Alter einiger Rosenkränze, den materiellen Wert und ihre Vielfalt aus. Die Ordensrosenkränze aus der Zeit der Dominikanerinnen in Sießen erzählen von den Anfängen des Klosters, die unterschiedlichen Rosenkranzformen wie zum Beispiel die Jerusalemer Gebetsschnur, der Arma-Christi-Rosenkranz, der Leiden-Christi-Rosenkranz, der Sieben-Freuden-/Sieben-Schmerzen-Rosenkranz oder der Fünf-Wunden-Rosenkranz weisen auf die verschiedenen Gebetsformen hin.

Als wichtiges historisches Kulturgut soll die Sießener Sammlung für kommende Generationen bewahrt und der Öffentlichkeit außerhalb der klösterlichen Mauern zugänglich gemacht werden. Aus diesem Grund wurde in einem mehrjährigen Projekt rund ein Viertel des Bestands von den Kunsthistorikerinnen Petra Barton Sigrist, Denise Frey und Larissa Ullmann in enger Zusammenarbeit mit Schwester M. Witgard Erler wissenschaftlich aufgearbeitet, von einem professionellen Fotografenteam fotografiert und in eine Online-Datenbank eingelesen. Mit der getroffenen Auswahl soll die Bandbreite der kulturhistorisch relevanten Sammlung hinsichtlich Form, Material, thematischer Vielfalt und Provenienz präsentiert werden: Nicht nur die Preziosen, die aus früheren Zeiten datieren und durch ihre wertvolle Verarbeitung und hochwertigen Materialien bestechen, erhalten eine Bühne, auch die alltäglicheren, aus den Händen einfacher Menschen stammenden Rosenkränze finden Beachtung.

Das Inventar, das auf einem bereits bestehenden, seit vielen Jahren von Schwester M. Witgard Erler geführten Inventar basiert, ist als Grundlage für weitere Forschungen zu verstehen. Die Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung wurde von zahlreichen Experten und Expertinnen begleitet und durch Institutionen (wie zum Beispiel die Diözese Rottenburg-Stuttgart), Firmen und Privatpersonen finanziell unterstützt.

In einem weiteren Schritt hoffen wir auf die notwendige Unterstützung, um eine Ausstellung und eine Begleitpublikation verwirklichen zu können.

Link zur Datenbank: https://klostersiessen.omeka.net/

Eine Suche innerhalb der Schlagwörter ermöglicht es, ähnliche Objekte zu sichten und miteinander zu vergleichen. Das Foto des jeweiligen Objekts öffnet sich durch Mausklick in einer größeren Ansicht. Mithilfe eines weiteren Mausklicks können die Details gezoomt und gescrollt werden.
Die auf der Omeka-Datenbank veröffentlichten Inhalte und Abbildungen unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jede Art der Vervielfältigung, Bearbeitung und Verbreitung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers. Davon ausgenommen sind wissenschaftliche und schulische Zwecke. In diesem Fall sind die verwendeten Informationen (Zitate, Paraphrasen) mit dem bibliografischen Verweis «Rosenkranz-Sammlung Kloster Sießen, www.klostersiessen.omeka.net» zu versehen.

Wir sind über jeden Beitrag zur finanziellen Unterstützung zur Veröffentlichung und Präsentation unserer Rosenkranz-Sammlung dankbar. Stichwort: Rosenkranz-Sammlung Kontoinhaber: Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen e. V. Volksbank Bad Saulgau eG IBAN DE22 6509 3020 0360 3360 43 BIC GENODES1SLG

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