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SCHAUEN – 1. Woche in der Fastenzeit

Bartimäus – vom SEHEN zum SCHAUEN

Rabbuni ich will sehen.

Die Szene des geheilten Blinden wird in allen vier Evangelien unter unterschiedlichen Gesichtspunkten wiedergegeben. Im Markusevangelium hat der Blinde einen Namen: Bartimäus, Sohn des Timäus. Timäus bedeutet „Der Gott ehrende“.

Es gibt in den Evangelien zwei Worte für S E H E N. Das eine ist das natürliche Sehen, das andere das Sehen hinter die Kulissen. Das Sehen, das sich nicht mit dem Vordergründigen zufrieden gibt. Die Mystiker bezeichnen diese Art des Sehens als schauen, das was über unsere materielle Wirklichkeit hinausgeht. Oft streifen wir die Dinge nur mit unseren Blicken, ohne sie aufzunehmen.

Manchmal schauen wir aber genauer hin, nehmen Beziehung mit dem Gesehenen auf, lassen uns von ihm berühren und vielleicht auch wandeln. Dazu braucht es offene Sinne und vielleicht zuweilen ein mutiges Herz.

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