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Geistlicher Impuls – Wort der Woche

29. Sonntag im Jahreskreis, Evangelium Lukas 18, 1-8

Bleib dran! Gib nicht auf!

Wörtlich sagt Jesus im Evangelium: Betet allezeit. Lasst darin nicht nach!

Warum ist das Jesus so wichtig?
Beten ist ein Geschenk, das Gott uns Menschen macht. Er, der es nicht nötig hätte, will mit uns Beziehung aufnehmen, weil er uns liebt.
Im Beten komme ich zu Gott. Ich kann zu ihm sprechen als sein Kind, ja sogar wie ein Freund zu seinem Freund.
Für Jesus selbst war das Gebet so bedeutend, dass er sich immer wieder an einen einsamen Ort zurückzog oder nachts, wenn keine Menschen zu ihm kamen, das Gespräch mit seinem Vater suchte, mit dem er immerzu in Verbindung war.
Eine solche Verbindung mit ihm bietet Gott auch uns an und es wäre sehr schade, schade für uns, wenn sie von unserer Seite unterbrochen oder beendet würde.
Was Jesus nicht gemeint haben kann: dass ein Pensum zu erfüllen oder eine Leistung zu erbringen wäre. Wenn ich mir also überlege, wie das mit dem Beten bei mir ist, geht es um die Frage, wie ich mit dem Geschenk des Betens umgehe und ob in mir eine Sehnsucht ist, die Beziehung zu Gott intensiver zu leben.
Wer regelmäßig betet, macht sicher die Erfahrung, dass er manchmal eine große Freude empfindet und ein anderes Mal kalt bleibt. Wir können Gott ja nicht sehen. Dann melden sich Zweifel: Hört mich Gott, wenn ich bete? Ich bin in einer Not zu ihm gekommen und nichts hat sich geändert. Ist alles nur Einbildung?

Hör auf keinen Fall mit Beten auf, sagt Jesus heute im Evangelium und erfindet eine Geschichte von einem Richter, der das genaue Gegenteil von Gott ist. Sogar dieser ungerechte Richter, der selbstherrlich entscheidet, wem er beistehen will (natürlich denen, die ihn gut bezahlen!), muss sich schließlich herablassen, einer armen Witwe zu helfen, weil sie ihn nicht in Ruhe lässt.

Nicht mein Empfinden soll den Ausschlag geben, ob ich im Gebet dranbleibe, sondern das Vertrauen auf Gott, mein Glaube. Der letzte Satz im Evangelium zeigt, dass es Jesus darauf ankommt. Er fragt: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?“

 

Baustein für die Woche

  • Wenn ich mir täglich Zeit zum Gebet nehme, bleibe ich dran. Wenn nicht, fange ich jetzt damit an.
  • Ich gebe dem Gebet oberste Priorität, dann finde ich Zeit.
  • Mein Beten ist Beziehung von Herz zu Herz, es ist Hören und Reden und Schweigen.  Wenn ich denke, ich könnte nicht beten, lasse ich mich trotzdem darauf ein und bete: Herr, lehre mich beten.

Das Wort der Woche kommt diesmal aus dem Haus Sankt Franziskus.

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