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Geistlicher Impuls – Wort der Woche

15. Sonntag im Jahreskreis B  – Mk 6, 7-13

Jesus sendet seine Jünger aus
Jesus zog durch die Dörfer in der Umgebung und lehrte. Und er rief die Zwölf zu sich. Er sandte sie aus, immer zu zweit. Und er gab ihnen die Vollmacht über die bösen Geister. Und er ordnete an: »Außer einem Wanderstock sollt ihr auf dem Weg nichts mitnehmen: kein Brot, keine Tragetasche und auch kein Geld im Gürtel. Ihr dürft Sandalen anziehen, aber kein Untergewand.« Außerdem sagte er: »Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet, bleibt so lange dort, bis ihr von dort weiterzieht. Wenn euch die Leute in einem Ort nicht aufnehmen und euch nicht zuhören wollen, dann zieht gleich weiter. Schüttelt den Staub von dort ab, der an euren Füßen hängt. Dadurch sollen die Leute erkennen, worum es geht.« Und die Jünger zogen los. Sie verkündeten den Menschen: »Ändert euer Leben!« Und sie trieben viele Dämonen aus. Sie salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. (ÜS Basisbibel)


Impuls

Nicht ohne mein Smartphone
Der Gedanke auf eine Reise nichts mitzunehmen, nichts zum Essen, kein Geld, nichts, mit dem ich etwas ansammeln könnte, lässt mich nicht los. Eigentlich doch unmöglich in der heutigen Zeit.
Das Evangelium ist herausfordernd, da ich doch auf meine alltäglichen – scheinbar selbstverständlichen – Sicherheiten und Gewohnheiten verzichten soll. Und was bekomme ich dafür? Vollmacht, Vollmacht von Jesus, dort das Evangelium den Menschen zu verkünden, wo sie es hören wollen und vielleicht darf ich so manches Wunder im Alltag erleben, wo menschliche Beziehungen heilen.

Wenn man die Menschen in S-Bahnen, auf dem Bahnhof, im Bus oder einfach auf der Straße beobachtet, laufen sicher 90% mit dem Smartphone durch die Gegend und mit Handtaschen und allerlei Utensilien, die man scheinbar braucht. Die junge Dame auf dem Bahnhof mit Lippenstift, Handy, Geld, Bücher, Zeitschriften uvm. Auch ich, mein Rucksack ist ganz schwer mit lauter „wichtigen Sicherungen“ und natürlich darf das Smartphone nicht fehlen.

Und da sagt Jesus zu mir: Nimm nichts mit. Es scheint gegen den normalen Alltagsverstand zu gehen. Und doch könnte es eine Anfrage an mein Vertrauen sein, mich ganz auf Gott einzulassen und in all meinem Tun, den Blickkontakt zu ihm nicht zu verlieren.

Im Evangelium heißt es, er hat seine Jünger bevollmächtigt, das zu tun, was sie selbst an Heilendem und Befreiendem im Zusammensein mit Jesus erfahren haben, weiterzugeben. Auch wir haben Anteil an dieser Vollmacht, Reich Gottes zu bauen in unserem Alltag, bei den Menschen. Vielleicht kann ich Licht und Hoffnung für jemanden sein, der es gerade braucht. Jesus lässt uns nicht allein. Um vollmächtig und mit Vertrauen zu gehen, muss ich leer werden und Gott Raum geben in mir, was natürlich nicht heißt völlig blauäugig zu sein.

Gott stattet uns mit allen Fähigkeiten, mit Freimut und Vertrauen aus, um das Reich Gottes unter den Menschen sichtbar zu machen. Geht!

Anregung:

  • Wo sichere ich mich ab und halte etwas fest in den Händen?
  • Glaube ich, dass Jesus auch mich mit Vollmacht ausstattet?
  • Fühle ich mich gehalten im Blickkontakt mit Gott?

 

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