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Aktuelles
Amnesty-Bücherflohmarkt am 17. Oktober 2026 in Friedrichshafen
Jährlich dreimal findet der beliebte große Bücherflohmarkt von 9.00 – 15.00 Uhr in der Alten Turn- und Festhalle statt. Ungefähr 30 000 Bücher, sortiert in 30 Rubriken, werden zu sehr günstigen Preisen angeboten. Der Kilopreis beträgt 2,90 €. Zudem gibt es Kinderspiele, Puzzles, CDs, DVDs und Schallplatten sowie ein eigenes Antiquariat. Der Erlös des Bücherflohmarkts kommt der Menschenrechtsarbeit von Amnesty International zugute. Durch die Cafeteria wird wieder das Frauen- und Kinderschutzhaus der AWO unterstützt. Weitere Informationen unter www.amnesty-friedrichshafen.de/aktionen/. Wer mithelfen möchte, kann sich gern bei Sr. Christa-Maria Günther melden unter ai-buecherflohmarkt-fn@web.de
Verborgene Klosterschätze enthüllt: Großer Andrang bei der Buchvorstellung im Kloster Sießen
Ein vollbesetzter Barockssaal, Grußworte und spannende Einblicke in die Vergangenheit prägten die Abendveranstaltung mit musikalischen barocken Flöteneinlagen. Dem zahlreich erschienenem Publikum wurde ein bedeutendes Standardwerk der regionalen Geschichtsforschung präsentiert. Der Landkreis Sigmaringen und die Gesellschaft Oberschwaben stellten den 27. Band der renommierten Editionsreihe „Documenta Suevica“ vor. Das Werk widmet sich den bislang weitgehend verborgenen Schätzen der Klostergeschichte und macht die historischen Chroniken der Dominikanerinnenklöster Ennetach und Sießen erstmals einem breiten Publikum zugänglich. Neben fachkundiger Einführung wurden ausgewählte Chronikauszüge von den Mitarbeitern/in der Stabsstelle Kultur und Archiv im Landratsamt Sigmaringen Doris Astrid Muth und Vincent Laun, M.A. (Master of Arts) vorgestellt. Das Werk öffnet ein faszinierendes Fenster in die klösterlichen Lebenswelten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Die Sießener Chronik dokumentiert die vielfältigen Konflikte des Klosters mit adligen Orts- und Schirmherren, den eigenen Lehensbauern und den dörflichen Nachbarn. Zudem spielten die politischen Ereignisse der Zeit sowie die schweren Auswirkungen zahlreicher Kriege eine prägende Rolle für die Ordensgemeinschaft. Wer das knapp 700-seitige Werk liest, erfährt mehr. Das Buch ist ab sofort im Buchhandel für 30,- Euro erhältlich. Außerdem wird es im Herbst eine weitere Veranstaltung in Ennetach zur Buchvorstellung geben.
Das Leben wählen – Postulatsaufnahme
4. Oktober – am Fest des Hl. Franz von Assisi wurde Margarete in einem feierlichen Abendlob in das Postulat unserer Gemeinschaft aufgenommen. Fest entschlossen geht sie den Schritt in eine weitere Stufe der Ordensausbildung mit einem Wort aus der Bibel: „Hiermit lege ich Dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor … Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen für Euch auf: Leben und Tod lege ich Dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, Du und Deine Nachkommen.“ (Dtn 30,15-20) Das Postulat gestaltet sich unterschiedlich, bedeutet nun mehr Verbindlichkeit und mehr Hineinwachsen in die franziskanische Spiritualität und in diese Lebensform. Wir sagen ein herzlichen Glückwunsch und freuen uns gemeinsam auf dem Weg zu sein.
„Es ist mutig, ein Zelt für 2000 Besucher aufzustellen“ – der Mut wurde belohnt
Anlässlich des 800. Todestages von Franz von Assisi feierten die Franziskanerinnen von Sießen ein großes Franziskusfest unter dem Motto „Nur Mut. Coraggio“ mit ca. 1.000 Gästen. Das vielfältige Programm mit einer Geburtstagstorte, einer Eucharistiefeier mit Diözesanbischof Klaus Krämer, musikalischen Beiträgen, Begegnungen und Impulsen zu Kirche und Nachhaltigkeit machte deutlich, dass die Botschaft des Heiligen aktueller denn je ist. Schon der Beginn des Tages zeigte, wie viel Vertrauen die Schwestern in dieses Jubiläum gesteckt hatten. Ein Festzelt für 2.000 Besucher aufzustellen, erfordert Mut, wie Kapuzinerbruder Stefan Walser in seinem morgendlichen Impuls treffend bemerkte. Aspekte des Mutes verdeutlichte er anhand des Lebens des Hl. Franziskus und der Hl. Klara von Assisi. Brennende Themen wie die Rolle der Frauen in der Kirche waren zu hören. „Man muss die Frauen in der Kirche ermutigen und sie dann aber auch machen lassen“, erklärte Bruder Stefan am Beispiel der Beziehung von Franziskus zu seiner Weggefährtin, der heiligen Klara. Im Zentrum des Festes stand das, wofür Franz von Assisi bis heute weltweit geschätzt wird: seine kompromisslose Hinwendung zu Frieden, Armut und der Bewahrung der Schöpfung. Der Abschluss des Festes war die Eucharistiefeier am Nachmittag mit Bischof Krämer. In seiner Predigt sprach er von der „schöpferischen Wehrlosigkeit“ des Heiligen und von dessen „Mut, die Stimme zu erheben für Menschen, denen Chancen für ein gutes Leben vorenthalten werden“. Gerade in der heutigen Zeit, so der Bischof mit Blick auf die Arbeit mit Geflüchteten und Menschen mit Behinderungen, mache Franz von Assisi Mut, die Stimme für Benachteiligte zu erheben und neue, unkonventionelle Wege zu gehen, anstatt in Ausweglosigkeit zu verharren. Die franziskanischen Werte sind kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Kompass für unsere Gegenwart und Zukunft. Mehr Bildeindrücke.




















