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Aktuelles
„Eintauchen in lebendiges Wasser“ – Familienfreizeit 2026
Unter dem Motto der diesjährigen Schöpfungszeit „Eintauchen in lebendiges Wasser“ fand die zweite Familienfreizeit des Jahres vom 6. bis 10. September statt. Nach den täglichen Morgenimpulsen wurde das Wasserthema in den einzelnen Altersgruppen schrittweise entfaltet und altersgemäß vertieft. Am ersten Tag setzten sich die Familien unter dem Schwerpunkt „Wüste – Durst“ mit dem Mangel an Wasser auseinander und spürten den persönlichen Erfahrungen von innerer Wüste im Leben nach, wie sie beispielsweise in Zeiten der Trauer spürbar wird. Der zweite Tag lenkte den Blick unter dem Thema „Wasser voller Leben – Früchte“ auf die Fülle, das Wachstum und die lebendigen Früchte, die aus einer solchen Quelle entspringen können. Am dritten Tag stand schließlich die spirituelle Stärkung im Mittelpunkt, wobei die Teilnehmer der Zusage „Ich bin das lebendige Wasser“ nachgingen und neue Kraft für ihren Alltag schöpften. Ein Höhepunkt der Tage war der Besuch bei den älteren Mitschwestern im Haus San Damiano. Am Ende reisten die Familien nicht nur mit schönen Erinnerungen ab, sondern gingen sichtlich erfüllt, gestärkt und motiviert nach Hause. Die Tage wurden von unserem bewährten Vorbereitungsteam begleitet: Sr. Luzia Zähringer, Sr. Damaris Leger, Sr. Clara Maria Worf und Sr. Anna Maria Walser, Br. Norbert Zelinka, einem Kapuziner aus Rapperswil und der angehenden Studentin Mathilda Golding. Ein herzliches Dankeschön dafür.800 Jahre „einfach leben“: Das Franziskusfest in Dortmund
Begeisterung im Dortmunder Propsteihof – dort, wo einer unserer Konvente seit kurzem angesiedelt ist: Zahlreiche Ordensleute, viele Helfer und Gäste feierten erstmalig am vergangenen Wochenende das Franziskusfest des Erzbistums Paderborn in Dortmund. Einen besonderen Dank sprach Propst Andreas Coersmeier den franziskanischen Gemeinschaften im Erzbistum, allen Mitwirkenden und insbesondere den Schwestern der Franziskanerinnen von Sießen aus für alle Vorbereitungen und für das Gelingen des Festes. Unter dem Motto „800 Jahre einfach Leben“ stand das inspirierende Erbe des heiligen Franz von Assisi im Mittelpunkt. Es war ein Fest der Begegnung und Vielfalt mit prominenten Gästen: Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und die evangelische Superintendentin Heike Proske diskutierten auf der Bühne über den Wert von innerem Frieden, Schöpfung und Armut. Durch die Jugendbewegung „Jesus Youth“ wurde das radikale Leben des Heiligen in einem tollen Anspiel in Szene gesetzt. Und ein buntes Workshop-Programm bot Möglichkeit zum Austausch, zum Kreativsein, uvm.: Die Teilnehmenden tauschten sich über aktuelle Themen wie Schöpfungsverantwortung, Suchthilfe, christlich-islamischen Dialog und queere Lebenswirklichkeiten aus. Ein feierlicher Gottesdienst und Musik des Oratorienchors Bielefeld rundeten den Tag ab. Das Fest hat gezeigt: Die franziskanische Suche nach dem Wesentlichen ist heute so aktuell wie vor 800 Jahren.
Nur Mut – Coraggio! Ein Fest der Begegnung am 3. Oktober im Kloster Sießen
„Franz von Assisi war mutig. Er hat nachgefragt, wo alle Bescheid wussten. Er hat widersprochen, wo alle einer Meinung waren. Er ist Wege gegangen, wo alle sagten: Hier kann man nicht gehen. Er war glaubensmutig, todesmutig – und manchmal auch etwas übermütig“. Mit diesen treffenden Worten beschreibt Kapuzinerbruder Stefan Walser (Juniorprofessor an der KTF Uni Bonn) einen Mann, dessen Lebensprinzip heute aktueller ist denn je. Inmitten von Machtsystemen, Geld und Gier hörte Franz von Assisi auf die Stimme Gottes. Seine radikale Lebensform in Einfachheit, Frieden und Liebe zur Schöpfung zeigt uns: Es braucht Mut aufzustehen, damit sich etwas verändert. Unter dem Motto „Nur Mut – Coraggio!“ feiern wir am 3. Oktober ein Jubiläums-Franziskusfest und laden Jung und Alt herzlich dazu ein – auch ohne Anmeldung, sich von diesem Vorbild anstecken zu lassen! Es wird ein Fest der Begegnung und des Feierns mit kreativen Angeboten, Workshops, Outdoorspielen uvm. Foto: © Kapuziner/Anita Ledersberger
Kristalline Energie: Wie ein Eisspeicher die Wärmeversorgung im Kloster Sießen revolutioniert
Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit Ressourcen haben bei der Sanierung unseres Klosters einen hohen Stellenwert. Es herrschte ein großes Interesse unter den Schwestern beim Fachvortrag über den Eisspeicher als zukünftige Wärmeversorgung. Als Experte geladen war Alexander von Rohr, Erfinder der Technologie und Geschäftsführer der caldoa GmbH aus Friedrichshafen. Das Thema klingt paradox, ist aber physikalische Realität: Heizen mit Eis. Das Prinzip ist die verborgene Kraft des Phasenwechsels. Ein Eisspeicher nutzt die sogenannte Kristallisationswärme. Der unterirdische, mit Wasser gefüllte Behälter entzieht über eine Wärmepumpe Energie zum Heizen. Gefriert das Wasser bei 0 °C, wird beim Wechsel von flüssig zu fest eine enorme Menge Energie frei – die sogenannte latente Wärme. Im Sommer lässt sich das System einfach umdrehen, sodass das Eis zur umweltfreundlichen und nahezu kostenlosen Kühlung der Gebäude genutzt werden kann. Begehbare Innovation vor Ort. Das absolute Highlight wartete nach dem Input auf die Teilnehmerinnen: Da der neu gebaute Eisspeicher vor Ort kurz vor der Befüllung steht, bot sich eine einmalige Gelegenheit. Mutige Schwestern konnten selbst durch eine kleine Öffnung in den riesigen unterirdischen Speicher steigen und das Bauwerk von innen besichtigen. Begeistert bestaunten die Schwestern die kilometerlangen Rohrsysteme im Inneren des Betonbeckens. Diese Erfahrung machte die Energiewende für alle im wahrsten Sinne des Wortes greifbar und sichtbar.
Und morgen am 10. September kommen die Fachleute zu uns. Die Firma caldoa bietet (Anmeldung abgeschlossen) eine Infoveranstaltung für Firmen an mit Eispeicherabstieg vor Ort.




















