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an KOMMEN – da SEIN

Vorankündigung: Ausstellung an KOMMEN – da SEIN. Fotografien aus der Werkgruppe „sein“ M. Pietra Löbl osf. Ordensrosenkränze sowie neue geknüpfte Rosenkränze aus der Sießener Sammlung, betreut und bearbeitet durch M. Witgard Erler osf. Ausstellungsdauer: 18.07. – 13.09.2020

an KOMMEN – da SEIN. Mit Hilfe der Fotografie, dem ‚Zeichnen mit Licht‘, versucht Schwester M. Pietra Löbl Unsichtbares sichtbar zu machen. Kann man Gebet sichtbar machen? – war ihre Frage. Sie portraitiert Mitschwestern in der Gebetshaltung, die für jede der je persönliche Ausdruck ihres Betens ist. Durch den bewusst gewählten Bildausschnitt der im Schoß ruhenden betenden Hände, gelingt ihr der atmosphärische Transfer der Stille und des bei sich und bei Gott angekommen Seins, – ohne dabei das innewohn­ende Geheimnis und die Intimität der persönlichen Gott­zuwendung zu verraten.
Was jede der portraitierten Schwestern auf die Frage ‚was für sie Gebet sei?‘ geantwortet hat, erfährt man ebenso in der Ausstellung wie sie einlädt, sich eigene Gedanken dazu zu machen.

Den teilweise in den Fotografien auftauchenden Rosenkränzen widmet sich der zweite Teil der Ausstellung. Gezeigt wird ein ganz spezifischer Teil der Sießener Rosenkranz-Sammlung: Ordensrosenkränze der Dominikanerinnen und Franzis­kanerinnen von Sießen und weiterer Gemeinschaften sowie neue geknüpfte Rosenkränze, wie die Schwestern sie aktuell in ‚Gebrauch‘ haben. Schwester M. Witgard Erler wurden einige dieser Rosenkränze, nachdem sie von ihrem Kunst­studium in Stuttgart nach Sießen zurück­gekehrt war, von Mutter M. Cassiana übergeben. Über die Jahre und Jahrzehnte kamen immer mehr hinzu. Es wuchs eine stattliche Sammlung, die nun in diesem spezifischen Ausschnitt zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen ist.

Der Rosenkranz kann in seiner Form als das Jesusgebet des Westens bezeichnet werden. Im Mittelpunkt des Gebets steht die Betrachtung des Lebens Jesu. Er ist zwar wie die Gebetsschnur ein Hilfsinstrument für das Gebet, stellt jedoch gleichsam auch ein Symbol für das immerwährende Gebet schlechthin dar.

Die Ausstellung „an KOMMEN – da SEIN“ will an die eigene Erfahrung von Ankommen-können und Da-sein-dürfen anknüpfen und auch dorthin führen. Von der Corona Krise wurde behauptet, sie habe uns die Stille zurückgegeben. Die Ausstellung führt dieses Erleben fort.

 

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