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On tour – Vom Aufbrechen und Ankommen im eigenen Leben

Die Assisi-Pilgerinnen berichten: Pfingstsamstag sind wir nach Assisi gefahren, um dort auf den Spuren von Franziskus und Clara unterwegs zu sein. Wir, eine buntgemischte Gruppe von Schwestern, die auf die Ewige Profess zugehen, andere erneuern ihr Versprechen bzw. sind auf dem Weg in die Gemeinschaft. Und weitere, die mit uns in Assisi pilgerten.
Die Tage waren für uns ein großes Geschenk. Das äußere Unterwegssein mit der Lebensbeschreibung der Hl. Klara brachte innerlich viel in uns in Bewegung. Die Wege führten von San Rufino, dem Ort des Aufbruchs über Portiunkula nach San Paolo de Abadesse. Orte, die für Claras Leben Bedeutung haben. In Portiunkula hat Clara Ja gesagt zu Gott – noch nicht wissend, in welcher Form sie ihre Berufung leben möchte und soll. In San Paolo de Abadesse wurde ihr Entscheidung – in der Auseinandersetzung mit der Familie stark auf die Probe gestellt. In Sant`Angelo di Panzo kommt ihre Schwester zu ihr und die Zeit des alleinigen Kämpfens um ihre Lebensform ist vorbei – sie hat eine Gefährtin. Von dort aus ging der Weg weiter nach San Damiano. Dort konnte Clara schließlich ankommen und den Anker ihrer Seele auswerfen.

Oberhalb von Assisi besuchten und verweilten wir in der Einsiedelei Carceri. Anschließend ging es mit dem Auto weiter nach Spoleto, wo wir im Dom den im Original erhaltenen Brief von Franziskus an Bruder Leo bewundern konnten. Danach begaben wir uns – je nach Energie zu Fuß oder mit dem Auto –  auf den steilen Weg zur dicht bewaldeten Einsiedelei Monteluco. Oben angekommen erwartete uns eine atemberaubenden Sicht über das Spoletotal. Für den Hl. Franziskus waren diese einsamen Orte Rückzugsorte der Stille. Auch wir konnten erahnen, wie sehr die Natur einlädt tiefer zu schauen und in die Gegenwart des Seins zu kommen.
Am Ende der Woche machten wir einen Emmausgang von unserer Unterkunft nach Portiunkula. Rundum bleiben schöne und wertvolle Erinnerungen, mit denen wir gestärkt nach Hause gefahren sind, um im Alltag unsere eigenen Spuren Gottes zu entdecken.

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