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Unglaubliches aus Assisi: da staunt man nicht schlecht.

Statusmeldung aus Assisi – Leben in der Einsiedelei. Der heilige Franziskus selbst hatte das Leben seiner Brüder so geregelt, dass diese wechselweise in der Welt und zurückgezogen in Einsiedeleien leben sollten.
Die derzeitigen Umstände ermöglichen auch uns dieses Einsiedler-Leben in vollem Ausmaß kennen zu lernen.
Ganz franziskanisch ist unser neu strukturierter Tagesablauf: gefüllt mit Gebetszeiten, Schriftgespräch oder „internen Fortbildungen“; Haus und Garten werden auf Vordermann gebracht; Arbeiten, wo möglich, bereits für das komplette kommende Jahr im Voraus erledigt; die eigene Kreativität und Musikalität werden gefördert; neue Hobbies entdeckt und alte wieder aufgenommen. Um die Stimmung gut zu halten, wird hin und wieder dem Müßiggang gefrönt – aber das immer, um eventuell vorhandene Bildungslücken zu schließen. So konnte zum Beispiel nach dem gemeinsamen Anschauen des Filmes „Die Eiskönigin“ das neu erworbene Wissen direkt kreativ und effektiv zum Wohl der ganzen Gemeinschaft umgesetzt werden: in unserem Garten steht nun ein Schneemann, an dem sich alle erfreuen können. Er heißt Olaf. Eventuell vorhandene körperliche Wehwehchen oder auch Mangelerscheinungen (mancher munkelt von Schlaf…) können in Ruhe auskuriert werden.
…und das alles in einem trockenen, sowohl mit Nudeln als auch mit Klopapier (!) ausreichend ausgestatteten und warmen Haus – meistens warm. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz unseres Heizungstechnikers!
Es ist schon eine Herausforderung, diese neuen, von außen auferlegten Umstände anzunehmen; einen völlig neuen Tagesrhythmus zu entwickeln und mit der neuen Situation zurecht zu kommen.

Wir sind dabei auszuprobieren, wie was wann am besten für alle funktioniert. Aber wir sehen es als eine geschenkte Möglichkeit, um zum Beispiel Gemeinschaft oder gemeinsames Gebet wieder neu, vielleicht wieder bewusster zu erfahren. Und auch indem man zum Beispiel die Messe nur noch digital mitfeiern kann oder der Kontakt zu vielen Menschen jetzt auf andere Weise gesucht werden muss, erweitert man seinen Horizont und bleibt offen für Neues – für Bewegung.

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