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Von der Enttäuschung zur Hoffnung – mit Franziskus unterwegs

Mit diesem Thema haben wir Juniorinnen uns im Rahmen der jährlichen Werkwoche auseinandergesetzt. Juniorinnen sind Schwestern, die bislang erst zeitliche Gelübde abgelegt haben und sich noch in der Ordensausbildung befinden. So treffen wir uns mehrmals im Jahr zu Ausbildungseinheiten, um weiter in die Ordensberufung und die Gemeinschaft hineinzuwachsen. Enttäuschungen und Krisen erlebt jeder Mensch in seinem Leben und so war es hilfreich, sich darüber intensiv auszutauschen und voneinander Wege aus der Krise zu lernen. Was der anderen geholfen hat, kann ja auch ein Tipp für mich sein.

Zunächst nahmen wir uns ein Beispiel am Heiligen Franziskus und entdeckten, dass er eigentlich von einer Krise in die nächste rutschte. Das Hören auf die Führung Gottes, das Teilen seines Schmerzes mit vertrauten Brüdern und auch das sich Zugestehen, dass der Weg aus der Krise seine Zeit braucht, haben ihm geholfen. ….

An einem Vormittag gab uns unsere Mitschwester M. Elisabeth eine spannende sozio-logisch-psychologische Einführung in die Dynamik von Krisen.

Und auch die Bibel berichtet von zahlreichen Menschen, die enttäuscht waren und ins Hadern kamen. So verliehen wir einigen von ihnen eine Stimme und schrieben ihnen später einen Brief mit konkreten Hinweisen, was in dieser Situation helfen könnte. Was wollte Elija unter dem Ginsterstrauch wohl hören und was auch nicht? Was hat Petrus in seinem manchmal überschießenden Eifer geholfen? Auch die Psalmen berichten konkret vom Auf und Ab der Gefühle in der Krise.

An einen Nachmittag näherten wir uns dem Thema auf kreative Weise. Aus Asien stammt die Kunst, zerbrochene Porzellangegenstände zu kleben und die Bruchlinien anschließend zu vergolden. So erforderte das gezielte Zerstören von Tonschalen etwas  Mut und Kraft, aber die entstandenen Kunstwerke erzählen nun vom Wachstum, das jede Krise ermöglicht und das letztliche die Einzigartigkeit jedes Menschen erst sichtbar macht. An den Bruchlinien tritt auch das Licht Gottes deutlicher zum Vorschein.

Natürlich kamen auch gemeinsame Gebetszeiten in der Junioratsgruppe oder mit Mitschwestern auf dem Klosterberg, mitschwesterliche Begegnung und geteilte Freude nicht zu kurz und so schauen wir voll Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück.

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